Unterwegs in Tansania im Neukirchner Missionsgebiet

(20. Mai bis 15. Juni)

„Dr. Livingstone I presume?“ (Dr. Livingstone nehme ich an?). Dieser klassische Satz des Abenteurers und Afrikaforschers Henry Morton Stanley ist in die Geschichte eingegangen. Nie hätte ich gedacht, der ich als Kind dies noch im Unterricht in der Schule hörte, zu einer Zeit, da Europa sein christliches Erbe noch nicht verleugnete, dass ich jemals diese Begegnungsstätte selber einmal zu Gesicht bekommen würde. Später hatte ich noch ausführlicher über dieses historische Treffen mit dem berühmten Missionar, Philanthrop und Forscher David Livingstone gelesen. Er galt als verschollen, doch er war so berühmt, dass eine amerikanische Zeitung eine besondere Belohnung für das Auffinden dieses ungewöhnlichen Mannes aussetzte. So machte sich Stanley auf die beschwerliche Reise. Und tatsächlich, am 10 Nov. 1871 - in Europa war der epochale deutsch-französische Krieg vorbei - trafen sich diese beiden mutigen Männer. Der Tanganjika-See gilt mit 750km als der längste See der Welt. In Ujiji-Kigoma, das am Ufer dieses Sees liegt, erinnert nun eine Gedenkstätte an dieses besondere Ereignis. Man hat diese Szenen sogar nachgebildet, wie man an diesem Foto sehen kann.

Doch wie war es zu dieser Reise überhaupt gekommen? Bischof Mpango von der Westdiözese Tanganjikas hatte mich bei einem Deutschland-Besuch kennen gelernt. Nachdem er die englische Fassung meines Buches und vor allem den Artikel über Reinhard Bonnke gelesen hatte, meinte er, solche Themen wären auch für seine Pastoren wichtig. So wurde ein überregionales Treffen in Kasulu, dem Bischofssitz geplant.

Am 23. Mai nun kam ich in die große anglikanische Kirche vor Ort, wo ca. 150 Pastoren der Anglican Church mit ihren Frauen versammelt waren. Mehrere Stunden vormittags und nachmittags über drei Tage hinweg konnte ich nun verkündigen, schulen und lehren, versuchen, in gewissen Bereichen den Ratschluss Gottes aus seinem Wort darzulegen.

Mein Übersetzer in die Landessprache Suaheli war Wilfried Mahn. Wie mir mehrmals bestätigt wurde, beherrscht er diese Sprache ausgezeichnet. Ein Afrikaner bei der Bank fragte ihn sogar, wieso er bei solch guten Sprachkenntnissen kein Einheimischer sei. Er kennt die Mentalität und den Aufnahmehorizont der Tansanier so gut, dass er mich öfters erst gar nicht übersetzte, sondern das von mir Gesagte interpretierte. Auch darf ich zur Ehre des Herrn sagen, dass man überall dankbar von seinem Dienst berichtete und sich sehr freute, ihn wieder begrüßen zu dürfen. Er hatte ganz offensichtlich einen guten „Geruch Christi“ hinterlassen. Und da er auch ein sehr geduldiger Mann ist, gab es zwischen uns so gut wie keine Probleme.

Eigentlich hatte ich mich wegen meines Begleiters darauf verlassen, in Deutsch zu referieren und zu predigen, doch weil neben dem Bischof auch etliche der Pastoren das Englische, das ja schließlich auch offizielle Landessprache ist, mehr oder weniger verstanden, schalteten wir dann in diese Sprache um. Auch damit hatte Wilfried keine große Mühe. Mehrmals war es auch der Bischof selbst, der mich übersetzte.

Die Abnahme war so gut und die Dankbarkeit so groß, das ich nur noch staunen konnte. Ich fragte mich selber, wie dies möglich sei, denn eigentlich wurde manches vorausgesetzt und sicher war die Thematik auch nicht immer einfach. Ich konnte aber darin nur die gnädige Hand unseres Gottes sehen und musste wieder einmal erkennen, wie so etwas nun wirklich nicht mein Verdienst gewesen ist. Es war einfach die Antwort auf die Gebete vieler, dass es solch eine Reaktion gab. Mehr denn je hatten mir Geschwister versprochen, für diese Reise zu beten. Gebete, die offensichtlich erhört worden sind. Und bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch von Herzen für diese treue Fürbitte bedanken. Gerade in dieser Situation habe ich erkannt, dass dies wirklich nicht mein Verdienst ist. Denn eigentlich hätte es sehr leicht möglich sein können, dass manches bis vieles von meinen Ausführungen nicht verstanden worden wäre. Doch der Heilige Geist ist ein Geist der Kommunikation und er beginnt zu wirken, wenn man Gott aufrichtig bittet, und die Zuhörer bereit sind, sich zu öffnen.

Man konnte auch gewisse Warnungen deutlich und ohne viel Widerspruch artikulieren. Reinhard Bonnke ist ja in Afrika kein Unbekannter, und, wie man mir sagte, gibt es bereits etliche Nachahmer. Jedenfalls in diesem Teil Afrikas ist er nicht überall sonderlich beliebt. So erzählte mir Bischof Mpango, wie Bonnke bei einem Feldzug dazu aufrief, man solle seine Taschentücher hochhalten, er bete dafür. Dann solle man zu Hause es auf die kranke Stelle legen, darüber schlafen und erwarten, dass man geheilt werde. Der Kommentar des Bischofs: „We call this witchcraft“ (Wir nennen so etwas Hexerei). Auch erwähnte er, dass solche Vorschläge dem animistischen Denken vieler Afrikaner natürlich stark entgegenkommen.

Der Bischof bat mich auch, doch in Deutschlands Kirchen herumzuhören, ob man nicht bereit sei, ihn zu unterstützen. Ich erwähnte die Anglican Church Englands, die doch dafür zuständig sei. Von der sei er auch früher finanziell getragen worden, doch er habe es dann strikt abgelehnt, von jenen westlichen anglikanischen Kirchen unterstützt zu werden, die Homosexualität dulden oder fördern. Danach seien die Spendengelder stark zurückgegangen und nun habe er Geldsorgen.

Er erzählte mir auch, wie er in den 80er Jahren in den USA in einem Seminar seiner Kirche in Virginia studiert hatte. Dieses Seminar war damals völlig evangelikal ausgerichtet. Derzeit ist eine Studienkollegin von ihm Leiterin, eine Position, die er übrigens für eine Frau auch ablehnt. Die Homosexuellen haben inzwischen auch diese Ausbildungsstätte völlig unterwandert, wie er mir praktisch wörtlich sagte. 

In Tansania ist die Familienstruktur, jedenfalls nach außen hin, noch in Ordnung. Frauenordination ist kein Thema und Homosexualität darf hier noch als ein Greuel vor Gott bezeichnet werden. Perversion ist dem Afrikaner gewöhnlich zuwider. In Europa, besonders in Deutschland, dürfte es demnächst anders aussehen, denn dies wäre ja ein klassischer Fall einer Diskriminierung.

Der Leiter des Bible Colleges Kasulu erzählte uns, wie er vor vier Jahren eine Frau in seiner Diözese hatte, die sich als Prophetin ausgab und zunächst haben sich viele ihrer Weissagungen erfüllt. Dadurch habe sie viele Anhänger um sich geschart. Später erklärte sie jedoch, sie sei Gott und dadurch seien etliche aufgewacht und begannen, den Betrug zu durchschauen.

Zurück zu den oben angesprochenen gnädigen Gebetserhörungen: Damit dürfte auch folgendes zusammenhängen. In dem Haus, in dem wir wohnten, war wegen dieser Pastorenkonferenz noch ein weiterer Bischof untergebracht. Er sprach bei diesem Seminar zum Thema Leiterschaft. Völlig ahnungslos welch gewichtigen und einflussreichen Mann ich vor mir hatte, begann ich mit ihm zu diesem Thema über die Gefahren des Machtmissbrauchs zu plaudern und zeigte ihm dazu zwei Beispiele in der Bibel, je eines im Alten und Neuen Testament, nämlich Diotrephes (3. Joh. 9) und Joab, den Feldherrn Davids. Wie auch immer, dies hatte ihn so beeindruckt, dass er spontan vorschlug, ich sollte zur nächsten Bischofskonferenz nach Dar es Salaam im Jahre 2007 kommen. Es ginge dann darum, diesmal die Bischöfe zu schulen.

Diesen „Türöffner“ kann ich nur als Führung Gottes sehen. Wie schon gesagt, es war dies für mich völlig ungeplant und ich war ohne leiseste „Vorahnung“. Bischof Simon Chiwanga von Mpwapwa war sogar Erziehungsminister unter dem ehemaligen Staatspräsidenten Julius Nyerere. Dieser inzwischen verstorbene Gründervater Tansanias hat solch einen Nimbus und so großes Ansehen im ganzen Volk, dass die katholische Kirche sich darum bemüht, ihn heilig zu sprechen.

Der Lärm des Dieselgenerators samt etwas Abgasen drang in das Internet-Cafe von Kasulu, untergebracht in einem Schulgebäude für Lehrer. In dieser Stadt ist der Anteil der Moslems zwar nur bei 15%, dennoch versuchen sie Einfluss zu gewinnen. So erzählte der Leiter des Bible Colleges, wie man dem Direktor des staatlichen Lehrerseminars das Angebot machte, er könne irgendeinen Geldbetrag nennen, man sei bereit, jede Summe zu bezahlen, wenn er willig wäre, zum Islam überzutreten. Der Principal, ein Katholik, lehnte ab.

Eigentlich wollte ich schon am Tag zuvor meine Emails abrufen, doch die Stromzufuhr funktionierte nicht mehr. So erklärte man sich spontan bereit, von der Bibelschule der Anglican Church einen Generator zur Stromversorgung zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich klappte es dann sogar eher problemlos, meine Emails abzurufen.

Daran musste ich mich u.a. auch neu gewöhnen, dass es in diesem Teil Tansanias keine offizielle Stromversorgung gibt. Kasulu ist die Distrikthauptstadt jenes Teils von diesem ostafrikanischen Land, der an den Tanganjika-See anschließt. Es gehört zur Region Kigoma, mit Regionalhauptstadt gleichen Namens und ist ein Kerngebiet der Neukirchner Mission. Gewisse Einrichtungen, so auch die Diözese der Anglikanischen Kirche, haben Generatoren, die jedoch nur zu bestimmten Zeiten aktiviert werden. Diesel ist teuer und so versucht man, so weit wie möglich Strom und Energie zu sparen. Gewöhnlich sind die Stromerzeuger nur wenige Stunden abends eingeschaltet.

Wenn man dann am Morgen aufsteht, und bis 6.00 Uhr ist es in diesen Ländern nahe am Äquator noch ziemlich dunkel, dann gibt es eben kein elektrisches Licht. Wenn man den Schalter betätigt ändert sich nichts und man bleibt in der Finsternis. So habe ich mich öfters bei Kerzenlicht geduscht, alles neue Erfahrungen für einen verwöhnten Mitteleuropäer.

Wilfried Mahn, mein Begleiter und nach fast vier Jahrzehnten Dienst in diesem Teil der Erde seit zwei Jahren im wohlverdienten Ruhestand, erläuterte mir, wie nun doch zum Teil für afrikanische Verhältnisse relativ hübsche Häuser und Ziegelbauten erstehen. Doch die wenigsten dieser nun besseren Hütten und Siedlungen haben elektrischen Strom und fließendes Wasser. Darunter leidet natürlich die Hygiene. Wurmkrankheiten und Parasiten sind von daher keine Seltenheit. Doch durch den Einfluss des Krankenhauses von Matiazo, ein wichtiger Brückenkopf der Missionsarbeit, habe sich schon manches verbessert und gewisse Parasiten sind nicht mehr so häufig anzutreffen. Eine Schwester und Mitarbeiterin der Neukirchner Mission erzählte mir mehr Einzelheiten von solchen Wurmkuren, die sie manchmal vornehmen müssen. Ich fragte mich danach, ob mir noch die nächste Mahlzeit schmecken würde und möchte deswegen auch hier keine weiteren Details erwähnen. In Afrika ist eben alles größer, nicht nur der Kontinent, der gleich dreimal so groß wie Europa ist, sondern auch die Tiere und leider auch die Parasiten.

Gewöhnungsbedürftig für einen Mitteleuropäer sind auch die Straßen Tansanias. Asphalt ist Mangelware in diesem Land, das fast dreimal so groß wie Deutschland ist. Die „Hauptstraßen“ sind oft nur eingestampfte und verfestigte Erde und dementsprechend hat man keinen Mangel an Löchern, Gruben, tiefen Spurrillen und waschbrett-artigen Bodenwellen. Ein normaler PKW würde hier ziemlich bald seinen „mechanischen Geist“ aushauchen. Besonders die Achsen, Stoßdämpfer und die Federung wären bald verschlissen. So sieht man in erster Linie die Land Cruiser von Toyota, die auch unglaublich viel schlucken und höchst stabil gebaut sind, in großen Staubwolken daherkommen. Dabei hatten wir es eher günstig, wie mir Wilfried erklärte, der auf diesen Straßen fuhr und kurvte wie ein professioneller LKW-Fahrer. Er war überrascht, in welch gutem Zustand z.B. die Straße von Kasulu nach Kibondo ist. Wir benötigten nur zweieinhalb Stunden für die 150km.

Zunächst meinte ich, Wilfried scherze, als er bei einer unserer ersten Fahrten erklärte, „wir biegen jetzt auf die Hauptstraße ein“. Ich dachte eher an einen Feldweg. Auf diesen staubigen und von roter Erde bedeckten Straßen kommt einem hin und wieder ein Auto entgegen, gewöhnlich schon länger vorher durch eine große Staubwolke angezeigt. Dann heißt es sofort die Seitenfenster hochkurbeln, sonst muss man einfach zu viel Staub schlucken. Auf dieser besagten Fahrt nach Kibondo z.B., hatten sich durch die besonderen Straßenverhältnisse Wilfrieds Haare, die immer noch erstaunlich dicht vorhanden sind, so rötlich gefärbt, dass er, wie wir schmunzelnd konstatierten, eher an einen Punker denn an einen Missionar erinnerte.

Wie gesagt, wir hatten es eher vorteilhaft. Schlimm ist es in der Regenzeit. Dann werden diese roterdigen Straßen streckenweise zu gefährlichen Rutschbahnen und nicht selten kommt es vor, dass man einfach im Schlamm stecken bleibt. Ohne Allradantrieb sollte man erst gar nicht solch eine Fahrt antreten. Die wenigen Autos sind oft so voll gepackt mit Menschen; ein europäischer Sicherheitsbeamter würde da womöglich einen Kreislaufkollaps bekommen. Dementsprechend gibt es immer wieder auch Unfälle, manchmal mit schlimmem Ausgang. Doch da nur relativ wenige Tansanier ein Auto besitzen, halten sich solche Schreckensnachrichten in Grenzen.

Von Kasulu fuhren wir weiter nach Matiazo, wo die Neukirchner Mission schon seit vielen Jahren ein Krankenhaus und Kinderheim unterhält und Pionierarbeit leistet. Ich war beeindruckt von dem Einsatz und der Hingabe der Schwestern aus Deutschland. Sie waren nicht nur hochmotiviert, sondern hatten auch die Landessprache erstaunlich schnell und auch gut gelernt. Dies und die medizinische Hilfe öffnet natürlich die Herzen der Einheimischen, und so ist das Christentum in diesem Ort erstaunlich stark, die Anglican Church sehr einflussreich.

Von Matiazo fuhren wir noch nach Kigoma, wo Andrea Jung von der Neukirchner Mission Kinderarbeiter ausbildet. Von dort war es nur ein kurzer Weg zu der eingangs erwähnten Gedenkstätte, die an Afrikas berühmtesten Missionar, Livingstone, erinnert. Dieser ungewöhnliche Mann scheute keine Strapazen und hatte sich derart gegen den Sklavenhandel eingesetzt, dass ihn die Afrikaner heute noch schätzen. Doch all dies zehrte an seiner Gesundheit und mit sechzig Jahren (1813 bis 1873) starb er wahrscheinlich an Herzversagen.

Am Sonntag den 28. Mai hatte ich den Gottesdienst in der Hauptkirche von Matiazo zu halten. Wilfried Mahn natürlich war wiederum mein bewährter Übersetzer. Ich sprach über das Gleichnis vom Sämann und dem vierfachen Ackerfeld. Besonders bei dem zweiten Boden, wo es heißt, dass etliches von dem Samen des Wortes auf den Felsen fiel, verweilte ich in meinen Ausführungen einige Zeit.

„Tanzania is a stony grounnd“ (Tansania ist ein felsiger Boden), klagte mir ein Missionar in Dar es Salaam, den ich am Tage meiner Ankunft kennen lernte. Wir verstanden uns auf Anhieb. Man kann in diesem Land ungehindert von Gott und Jesus Christus erzählen, predigen und auch eher problemlos evangelisieren. Kaum jemand wird das Angebot zurückweisen, man nimmt das Wort mit Freuden an, aber es ist kaum eine Wurzel vorhanden. Doch trotz dieser Jesusbegeisterung ändert sich nach außen hin kaum etwas. Ein einheimischer Christ erwähnte, wie es in Dar es Salaam ständig große Evangelisationen gibt. Hunderte oder noch mehr kommen bei einem Aufruf nach vorne. Eigentlich müsste die ganze Stadt schon bekehrt sein. Doch, so meinte er, wenn ich etwas von der Behörde brauche, muss ich Schmiergeld bezahlen.

Und dies ist nun die Schattenseite in diesem auf den ersten Blick für das Evangelium so offenen Land. Die Korruption ist bald allgegenwärtig. Für mich war es ein Wermutstropfen, wenn ich über einen Pastor, den man kennen und wegen seines erfrischenden Strahlens und großer Gastfreundschaft wie Freundlichkeit schätzen und lieben gelernt hatte, erfahren musste, wie er in Geldangelegenheiten Unwahres behauptete. Hier war manches Seufzen von missionarischer Seite zu vernehmen. Umso mehr ist es nötig, dass weiterhin Lehrer und Missionare zur Unterweisung und biblischer Vertiefung der Einheimischen zur Verfügung stehen.

Ich habe aus diesem Grunde auch nicht zu einer Entscheidung aufgerufen, obwohl gerade dieses Gleichnis von dem Sämann dies nahe legt. Denn, wie man mir ziemlich einmütig erklärte, es würden viele bis sehr viele sich „bekehren“, doch sich nur selten etwas ändern. Zwar schmeichelt es unserem Ego, wenn man große Zahlen und Ergebnisse vorweisen kann, doch ich wollte es lieber Gott überlassen, was er durch sein Wort im Verborgenen bewirkt.

Am Pfingstsonntag war ich nochmals für den Hauptgottesdienst eingeteilt. Dies war auch eine gute Gelegenheit, auf manche heilsgeschichtlichen Zusammenhänge hinzuweisen. Danach gab es noch zwei Schulungstage im Bible College Kasulu, wo die zukünftigen Pastoren ausgebildet werden.

Zur Ehre des Herrn möchte ich sagen, das Echo war so überwiegend positiv - wie schon erwähnt, streckenweise zu meiner eigenen Verwunderung - dass einmütig beschlossen wurde, ich solle unbedingt wieder kommen. Bischof Mpango sprach diese Einladung bei der Verabschiedung ganz persönlich und mehrmals aus. Am vorletzten Tag unserer Reise lernte ich noch den Bischof von der Diözese Mount Kilimandscharo kennen. Auch er bat darum, ein ähnliches Seminar doch einmal in seinem Arbeitsbereich mit den zuständigen Pastoren durchzuführen.

So darf ich wieder einmal mit großer Dankbarkeit wegen vieler treuer Beter auf diese Tage und Reise zurückblicken. Besonders danken möchte ich auch denjenigen, die so großzügig für diese Reise gespendet haben, so dass es auch auf diesem Gebiet keine Probleme gab und mein Begleiter Wilfried Mahn keine Auslagen hatte.

Als ehemaligen „Zoologen“ ging dann für mich sogar noch ein halber Jugendtraum in Erfüllung, als wir auf der Rückfahrt von Kibondo, eine Station, die Magdalena Lanz aus der Schweiz leitet, durch die Serengeti fuhren. „Serengeti darf nicht sterben“, so hieß ein damaliger Bestseller und auch viel beachteter Film von Bernhard Grzimek. Nie hätte ich damals, anfangs der 60er Jahre geahnt, selber einmal diese Naturparks und Landstriche mit ihrer reichen Tierwelt sehen zu dürfen. Unser Herr ist gut und treu.

Das Bild zeigt zwei Kronenkraniche und im Hintergrund mehrere Flusspferde.

Alexander Seibel


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