Unterwegs im südlichen Indien

23. Jan. bis 16. Febr. 2006

Der junge Inder erzählte freudig der Immigrationsbehörde in London, wie er in England das Evangelium verkündigen und den Menschen von Jesus erzählen möchte. Er hatte das Visum für einen Studienaufenthalt in Großbritannien von der britischen Botschaft erhalten. Er dachte, ein Land, das so viele Missionare ausgesendet hat, wird sich über so ein christliches Zeugnis besonders freuen. Er wurde sofort abgeschoben und zurückgeschickt. Das EU-Imperium der Toleranz beginnt seine politisch korrekten Zähne zu zeigen.

Dieses Ereignis, das sich kürzlich zugetragen hat, erzählte mir M. William Carey, den ich 1987 kennenlernte, als ich im Zuge der Studentenschulung von IEM (Indian Evangelical Mission) in Zentralindien weilte. Er hatte auch die folgende Begegnung mit Missionsleiter Kumar Sudheer organisiert, die wegen massiver Anschuldigungen anderer Pastoren vor Ort gegen ihn fast nicht mehr zustande gekommen wäre. In einer Gegend mit einer so geringen christlichen Bevölkerung nun wahrlich kein Zeugnis.
 
Missionsleiter Kumar Sudheer, so stellte sich heraus, ist gemäßigt pfingstlich und warb bei seinen Feldzügen unter den ländlichen Stammesleuten unter anderem mit der Einladung, daß Jesus heilt. Ich erklärte ihm, wie die Apostel nach Pfingsten nicht Heilung, sondern Vergebung der Sünden angeboten haben. Er und sein Begleiter nickten. Warum dann diese falschen Hoffnungen wecken? Ja, damit erreiche man, so hieß es, daß viele zu den Veranstaltungen kommen. Dann wolle man diesen Volksmassen das Evangelium verkündigen. Eine Art von „der Zweck heiligt die Mittel-Strategie“.

Ich kam auf Johannes 6 zu sprechen und erklärte meinen Besuchern, wie es dort heißt, daß Jesus viele nachfolgten, weil er sie heilte und speiste. Das gab eine große Jesusbegeisterung, solange der äußere Mensch gut versorgt war. Doch zog er sich zurück, als sie ihn instrumentalisieren wollten (Vers 15). Zum Schluß muß der Herr sogar die Frage an seine Jünger richten: Wollt ihr auch gehen? (Vers 67). Solange ein Jesus der Sinne und des Wohlbefindens zur Debatte stand, gab es große Zahlen. Als es aber um ihn selber ging, lichteten sich die Reihen. So sagte ich meinen Besuchern offen, die einen langen Weg gefahren waren, um mich von Hyderabad nach Nalgonda einzuladen, wie sie hier vergleichbar einen anderen Jesus anbieten, es aber unser Auftrag ist, wahrhaftig zu sein.

Ähnlich wird bei uns mehr und mehr ein Jesus des Entertainments und der Unterhaltung verkündigt, den man beklatschen und umtanzen kann, der eben freudig die Sinnesorgane anspricht. Das Ärgernis des Kreuzes wird systematisch ausgeblendet, um möglichst viele in die Nachfolge zu locken. Es ist ein Jesus, der als allseits attraktiv verkündigt wird.

Die Schrift sagt uns am Ende der Tage eine vergnügungssüchtige Generation voraus (2. Tim. 3,4), deren fleischlichen Appetit man sich immer mehr anpaßt, obwohl es bald Schluß mit lustig sein dürfte. Man benimmt sich wie Aaron am Berg Sinai, wo sich der Hohepriester nach den ungeistlichen Wünschen des Volkes richtete. Israel wollte einen Gott für das Fleisch, einen Gott zum Anfassen, einen Gottesdienst nach seinen eigenen Wünschen und Begierden, eben nach den Sinnen. Ähnlich fragt der brillante indische Apologet Ravi Zacharias, “Does our worship lead to holiness or happiness?” Unser Lobpreis, führt er in die Heiligung oder in die Fröhlichkeit?

Allerdings ist anzunehmen, daß ebenso wie in Johannes 6, der Herr sich zurückzieht. “Das Fleisch ist nichts nütze”, konstatiert der Messias. Es ist zu befürchten, wenn es um den wahren Jesus, den Jesus des Wortes geht (Joh. 6,63), nicht nur damals viele Anstoß nahmen und sich abwandten (Vers 66) und nur eine Minderheit dem Herrn treu blieb (Vers 69).

Meine beiden Zuhörer nickten und räumten mir völlige Verkündigungsfreiheit ein. Ich richtete bewußt die Frage an Pastor Kumar: „Darf ich bei der Ältestenschulung genau das Gleiche verkündigen, was ich hier gesagt habe?“ Er nickte. Da es mein Buch über die endzeitliche Verführung auch in Telegu, der Sprache des Bundesstaates Andhra Pradesh gibt, ist meine theologische Ausrichtung bekannt. Man hatte schon länger dieses Treffen geplant und vorbereitet. Aus dieser besonderen Situation heraus bat man mich nun, auch wenn man manches anders sieht, zu kommen und zu unterrichten. Es war ja u.a. auch die freundliche Einladung von Kumar Sudheer gewesen, die mich bewogen hatte, wiederum die Reise in dieses achtgrößte Land der Erde anzutreten.

So fuhren wir nun nach Nalgonda, das ca. 100km südlich von der 7 Millionenstadt Hyderabad entfernt liegt. Es ergaben sich  zwei Tage, in denen ich Älteste und Pastoren des Lambadastammes schulen durfte, in deren Sprache Bangara nur das Neue Testament bis jetzt vorhanden ist. Auch meine Anfragen an die Zeichen und Wunder konnte ich stellen, mit denen man meint, heute evangelisieren zu müssen. Ebenso legte ich dar, wie bei diesen offensichtlichen Spannungen und Fehden unter den wenigen Christen vor Ort, es das viel größere Wunder wäre, wenn man sich aussöhnen könnte. Doch die Gräben schienen unüberbrück-bar. Wahrlich kein gutes Zeugnis für die nichtchrist-liche Umwelt.

Allerdings beginnt man in Indien doch in gewisser Weise ganz neu an Wunder zu glauben. Daß es nämlich bei diesem Fahrstil nicht mehr Tote und Verletzte gibt und wir auch immer heil ankamen, ist nun tatsächlich als kein geringes Wunder einzustufen.

Das Bild nun zeigt das Treffen dieser Stammesleute und Ältesten, die zum Teil mit ihren Familien gekommen waren, in Indiens umfangreichen ländlichen Gebieten.
Im Gegensatz zu meiner letzten Indienreise im Jahre 2001, bei der meine Frau Catherine und mich dieses große Erdbeben im Bundesstaat Gujarat überraschte, das womöglich fast hunderttausend Menschen das Leben gekostet haben soll, gibt es diesmal nichts Auffälliges zu berichten. Aber der  treue Herr Jesus hat viele Türen aufgetan, so daß es keinen Mangel an Diensten gegeben hat. Besonders dankbar bin ich für das Öffnen von Herzenstüren. Menschen in Indien das Evangelium zu verkündigen und zur Bekehrung aufzurufen, ist erfüllend und bewegend.

Eine besondere Freude war für mich das Wiedersehen mit den Verantwortlichen von BBC (Bharat Bible College). Der Gründer, Dr. Jeeveratnam Buraga, hatte mich ja vor 20 Jahren nach Indien eingeladen und so begann diese Verknüpfung, die nun zur 10. Reise nach diesem Subkontinent führte. Wir sahen uns das letzte Mal 2001. Dann kam im Jahre 2003 die Nachricht, wie Dr. Buraga unerwartet einem Herzinfarkt erlegen war. Nun leitet die Bibelschule sein Bruder Samuel Buraga.

Ursprünglich war in Erwägung gezogen worden, daß ich gemeinsam mit dem amerikanischen Pastor Jim Starr, der ein brennendes Herz für Indiens unerreichte Millionen von Menschen hat, Manipur besuche. Manipur grenzt direkt an Myanmar und hat viele Christen. Doch diese Reise hat sich wegen Probleme mit Visum und Flugticket nicht ergeben und so standen mir etliche freie Tage zur Verfügung. Sofort erklärte man sich bei BBC bereit, mir jede Menge Unterricht in dieser Zeit zu ermöglichen und so ergab sich ein schönes Wiedersehen mit den Fakultätslehrern und dem neuen Direktor. Er würde sich sehr freuen, wenn ich für längere Zeit zwecks Unterricht nach Secunderabad käme. Auch für mich wäre dies eine echte Herausforderung.
Indien
Das Foto hier zeigt Samuel Buraga vor dem Bild des verstorbenen Gründers gemeinsam mit M. William Carey, den ich schon bei meiner zweiten Indienreise kennenlernte. Somit kennen wir uns schon fast 20 Jahre. Er hat wesentlich für diese Indienreise meine Einsätze und Vorträge koordiniert, da sich vieles diesmal im Raum Hyderabad und der Nachbarstadt Secunderabad abspielte.

Er war es auch, der mir ein tragisches Ereignis berichtete, das auch in unseren evangelikalen Nachrichtenblättern gemeldet worden war. Er kannte nämlich Pastor J. Daniel sehr gut, hatte ihn sogar eine Zeitlang noch selber unterrichtet. J. Daniel wurde im Sommer letzten Jahres grausam ermordet. Fünf Hindu-Radikale zerrten ihn in einen Tempel und wollten ihn zwingen, die Götter anzubeten und eine Bibel zu zerreißen. Er sollte das „Namaskar“ sprechen, die Anrufung eines Götzen. Er weigerte sich und wurde deswegen gefoltert und getötet. Obwohl man weiß, wer die Täter sind, befinden sich nur zwei im Gefängnis.

Gerade um die Zeit meines Rückflugs nach Deutschland, 16. Februar, kam wiederum eine Nachricht vom Verschwinden eines Pastors im Raum Hyderabad. Man befürchtet das Schlimmste. Auch bewegte und bewegt die Christen in diesem bevölkerungsmäßig zweitgrößten Land der Erde in besonderer Weise noch folgendes Ereignis: Vom 11.bis 13. Februar fand im Bundesstaat Gujarat ein besonderes Hindufest namens Kumbha Mela statt. Über eine halbe Million Leute kamen in einem Ort namens Sabaridham im Dangsdistrikt zusammen. Bei diesem Ereignis werden im Gebiet zweier Flüsse in Verbindung mit besonderen kosmischen Konstellationen große Reinigungsrituale und Waschungen vorgenommen. Wer sich zu diesem Zeitpunkt in diesen Flüssen eintaucht, wird von seinen Sünden reingewaschen. 

In besagtem Gebiet des Dangsstammes nun war die christliche Mission in den letzten Jahren besonders erfolgreich, sehr zum Leidwesen der fanatischen Hindus. Unter dem Schlagwort “Ghar Wapsi” (Heimkehr) wollten sie nun bei dieser Gelegenheit eine große Bewegung weg von Christus zurück zum Hinduismus erreichen, teilweise unter Androhung von Gewalt und massiver Einschüchterung. Man wollte die Leute aufstacheln, christliche Arbeiter und Missionare um jeden Preis zu verfolgen, in der Hoffnung, daß bis zu 100 000 zum Hinduismus umkehren würden. Es sah wirklich bedrohlich aus, denn auch viele Minister einschließlich des Ministerpräsidenten Narendra Modi des Bundesstaates, nahmen daran teil.

Die Christen verschickten im ganzen Land via Emails und anderen Kommunikationsmitteln Gebets- und Fastenaufrufe. So wie es derzeit aussieht, dürfte der treue Herr das Rufen seiner Kinder erhört haben, denn durch Verfügung von oberster Regierungsstelle und nach Beschwerden der Christen gab es eine derartige Polizeipräsenz, daß an Gewaltmaßnahmen und Ausschreitungen nicht zu denken war. Zwar meinte ein Missionar, es würde sich bei dieser Gelegenheit im Zuge der Einschüchterungen und Verfolgungen Echtes von Unechtem trennen. Doch man darf dankbar sein, daß den zum Teil leidgeprüften Christen in diesem Subkontinent eine weitere Heimsuchung offenbar erspart geblieben ist.

IndienFür mich war es auch eine besondere Freude, nach etlichen Jahren wieder Ron und Lilo Penny begrüßen zu dürfen, die meine vielen Reisen und Besuche in diesem großen Land eigentlich von Anfang an in gewisser Weise begleitet haben. Hier sieht man sie abgebildet. Ron & Lilo gehörten auch zu den ersten OM-Leitern, als die Arbeit dort Ende der 60er Jahre begann. Lilo war es auch, die für mich sehr günstig einen Weiterflug von Bangalore nach Hyderabad organisierte.

Gemeinsam mit Jim Starr ergaben sich dann evangelistische Verkündigungen im Rahmen der Gemeinden, die auf Bakht Singh zurückgehen. In Hyderabad befindet sich ja das Hebron genannte Zentrum dieser Bewegung. Bakht Singh gründete hunderte Gemeinden in Indien und zum Teil auch in Pakistan. In Hyderabad starb er auch vor wenigen Jahren im sehr hohen Alter. Bei seiner Beerdigung kamen so viele Menschen wie noch nie in der Geschichte dieser Millionenstadt zusammen.

Zurück zu dieser vorhin erwähnten evangelistischen Veranstaltung, die auch mit weiterführenden Botschaften, vor allem zum Thema Heiligung, verbunden war. Besonders nach einer Botschaft über das Kreuz und die damit verbundene Erlösung, hatte ich den Eindruck, daß nun doch viele eine echte Entscheidung treffen wollten, nachdem die Einladung dazu gegeben worden war.

Zahlen möchte ich lieber nicht nennen, denn sie können ein falsches Bild vermitteln und Gott allein weiß, wie viele dieser Antworten tatsächlich echt gewesen sind. Allerdings durfte man diese Neuentscheidungen in guten Händen wissen, da die Verantwortlichen dieser Gemeinden für ihren Ernst der Nachfolge bekannt sind. Wenn man die Zeugnisse und Berichte der nun Ältesten liest, wie sie vor vielen Jahren zum Glauben gekommen sind und welche Widerstände bis hin zur Verfolgung es da gegeben hat, weiß man, daß hier keine oberflächliche Nachfolge oder billige Gnade gepredigt wird.

Schier unglaublich ist der große Einfluß von Benny Hinn in Indien. Über die religiösen Fernsehkanäle ist er praktisch allen christlichen Indern bekannt und man verehrt ihn zum Teil wie einen großen Guru. Hier Aufklärungsarbeit zu leisten, war mir nun doch auch ein Anliegen. Videoszenen, auf denen man diesen „Wundermann” mit wehendem Jackett den Geist verbreitend sehen kann, wurden auf DVD übertragen. Diese Szenen hatten nun doch bei einigen eine heilsame Wirkung. Es ist ja geplant, daß Benny Hinn Ende dieses Jahres nach Hyderabad kommen soll. Als mein Freund M. William Carey dem für die Öffentlichkeitsarbeit von Benny Hinn verantwortlichen Mann in Hyderabad diese Ausschnitte auf dem Laptop zeigte, war sein Kommentar: „Das ist ein dämonisierter Mensch.“ Er zeigte sich sehr überrascht, daß so viele angebliche Männer Gottes ihn unterstützen.

Allerdings wird er von diesem millionenschweren Missionswerk bezahlt und so macht er weiter, da er sonst betteln müßte. Das ist nun hier die Kehrseite der Medaille neben aller Offenheit für das Evangelium. So einen Mann wie Bakht Singh, der nie über Geld gesprochen und darin allein Gott vertraut hat, findet man eigentlich weltweit nur alle Jubeljahre.

Dennoch ist zu hoffen, daß diese Video- bzw. DVD-Sequenzen ihre Wirkung zeigen. Doch auch gerade in diesem Zusammenhang konnte ich erneut merken, wie eben unser Kampf nicht mit Fleisch und Blut ist. Daß der treue Herr Jesus dennoch souverän in seiner uferlosen Gnade die Ereignisse und Veranstaltungen so gelenkt hat, daß dies wiederum zum Besten dienen durfte, ist nicht nur zuletzt, sondern vornehmlich auf die vielen Gebete derer zurückzuführen, die gerne in ihrer Fürbitte an diese Reise gedacht haben. Hier sei von Herzen mein Dank zum Ausdruck gebracht.

Allerdings gab es auch manch unerwartetes Ereignis zu verkraften. Das milde Gesicht von Wolfhard Margies lächelte von der Leinwand. Eingeladen wurde im Hauptquartier von Operation Mobilisation in Secunderabad zu dem Call the Nations Ereignis am 15. Juli in Deutschland. Laut Videoclip erwartet man 75 000 Jugendliche, die dann das Stadion in Berlin mit Begeisterung füllen sollen. Lothar Kosse warb ebenso um den Besuch wie Walter Heidenreich. Ich traute meinen Augen kaum, als OM Indien mit diesem Video für das besagte Ereignis Propaganda machte.

Zunächst wunderte ich mich schon etwas, als man im Rahmen des gemäßigt charismatischen  Gottesdienstes dazu aufgefordert wurde, Jesus ein Klatschopfer darzubringen. Seelisch gemachte Stimmung wurde, wie heute üblich, mit Worship gleichgesetzt. Leider hat man noch immer nicht begriffen, daß Applaus bestenfalls einer sichtbaren, nicht aber einer unsichtbaren Person gelten kann. Doch man ist ja in unseren Tagen nicht verwöhnt und etwas Bauchweh gibt es ja bei vom Zeitgeist geprägten Veranstaltungen je länger je mehr. Andererseits sollte man auch nicht zu kritisch sein.

Doch nun beim sonntäglichen Gottesdienst im Hauptquartier von OM Indien in Secunderabad diese Extremcharismatiker und Erzhäretiker freundlich lächelnd anzutreffen, war schon etwas zu viel des Guten. Während die Bibel noch klar davor warnt, sich vor falschen Propheten zu hüten, ist es heute offenbar Mode geworden, auch die schlimmsten Irrlehrer und Propagandisten eines fremden Geistes und eines anderen Jesus in die Arme einer uferlosen Einheitsliebe zu schließen. Es war Stimmungs-mache für ein charismatisches Happening, wobei zu hoffen ist, daß keiner von OM Indien sich dort sehen lassen wird. Ein Flug nach Berlin dürfte nicht so billig sein.

Wenn Gott gnädig ist, wird dieses geplante Großereignis ein Flop. Am Horizont zeichnen sich ja Entwicklungen ab, die den uns gewohnten Lauf der Ereignisse drastisch ändern können und vielleicht ist es dann nicht mehr so selbstverständlich und billig, in der Weltgeschichte herumzufliegen. Falls dieses Berliner Massentreffen dennoch stattfinden sollte, ist es ein weiterer Meilenstein für die Durchsäuerung unserer Jugend mit einem mystischen Einheitssog. Mit diesen zum Teil schlimmen Irrlehrern und Falschpropheten unsere Jugend erwecken zu wollen, gleicht dem Versuch, mit den Mormonen einen Feldzug für Monogamie anzukurbeln. Doch wir leben nun einmal leider in einer Zeit, wo es offenbar zum guten Ton gehört, seelisch machbare Erregungen mit Wirken des heiligen Geistes gleichzusetzen.

Dennoch war dieser Sonntag für mich ein Highlight. Es handelte sich nämlich bei dem eben erwähnten Treffen um den englischsprachigen Gottesdienst von OM. Auf demselben großen Gelände gibt es auch eine Gemeindeveranstaltung für die Einheimischen in Telegu. Pastor Satyam übersetzte mich und wiederum waren nach der Botschaft einige bereit, zu Jesus zu kommen. Dem Herrn sei von Herzen Dank dafür.

Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß es fast jeden Tag Dienste und Treffen gab, manchmal gleich mehrere Verkündigungen an einem Tag. Die Zeit also war mehr als ausgefüllt und eigentlich lief fast immer alles reibungslos. Von Apologetik bis Evangelisation durfte ich viel Frucht, um nicht zu sagen, Durchbrüche sehen. So darf ich wieder einmal dank der unauslotbaren Gnade Gottes und der Gebete vieler von Herzen dankbar auf diese Zeit in Indien zurückblicken.

Alexander Seibel


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